Videoproduktion Klampfl bei Pfaffenhofen
Videoproduktion Klampfl bei Pfaffenhofen Foto © 2014 Lukas Sammetinger

Die Auswahl der Kamera - Die Qual der Wahl

Maximilian Klampfl by Maximilian Klampfl
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Es gibt tausende Kameras auf dem Markt, aber wie ist das eigentlich mit den Codecs und welche Unterscheidungen gibt es im Detail?

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Bei der Wahl der richtigen Kamera gibt es viele Auswahlmöglichkeiten und Angebote. Zunächst sollten Sie sich überlegen, wie viel Geld Sie investieren möchten und in welchem Bereich Sie Ihre Kamera am meisten anwenden werden.
Man unterscheidet zwei Bereiche:

  • Reportage&Handheld
  • Filmlookimitatoren

Elektronische Berichterstattung

Diese Art von Kameras werden meist im Bereich der Elektronischen Berichterstattung (EB), also im Fernseh- sowie dem Reportage- und Dokumentationsbereich verwendet. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr farbgetreu und sehr realitätsnahe Aufnahmen machen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders schnell einsatzbereit und funktionstüchtig sind und gleichzeitig gute Ergebnisse liefern.
In der Postproduktion muss nicht mehr viel bearbeitet werden. Dies führt zu einem schnellen, effizienten und verhältnismäßig gutem Verarbeitungsprozess.

Filmlookimitatoren (hier FL genannt)

Diese Arten von Kameras versuchen den typischen Filmlook aus dem Kinobereich zu imitieren. Der Filmlook äußert sich darin, dass neben einer möglichst hohen Auflösung vor allem eine größtmögliche Unschärfe im Hintergrund erreicht wird, um den Fokus auf den Charakter zu schieben. Dies wird meist mit einem Wechselobjektivsystem ermöglicht. Außerdem gestatten diese Systeme diverse manuelle mechanische Einstellungsmöglichkeiten, die eine bessere Kontrolle und bessere Bildgestaltungswege ermöglichen. Sie eignen sich besonders gut für vorausgeplante Aufnahmen und Szenerien, die in der Postproduktion noch gut bearbeitet werden können. So können besonders schöne Resultate erzielt werden, die dem großen Kino sehr nahe kommen.

Grundwissen progressiv/interlaced

interlaced | progressive Aufnahme im Vergleich

Häufig liest man Formate wie 1080i oder 720p. Wobei diese auch in der Schreibweise 25i oder z. B. 25p im Netz auftauchen.
Das Format „interlaced" teilt ein Bild in zwei Teile. So kann es leichter kodiert werden, allerdings entstehen dadurch häufig bei schnellen Bewegungen einer im Bild gezeigten Personen gewisse Verzerrungen. Um diese Verzerrungen zu vermeiden, wird auf das Vollbild-Format „progressiv" zurückgegriffen. Bei dieser Formatwahl wird das gesamte Bild von 25 Bildern pro Sekunde als einzelnes, festes Bild aufgenommen.
Im Gegensatz dazu speichert das „interlaced"- Format bei 25 Bildern pro Sekunde, da pro Einzelbild, das Bild in jeweils mehrere Zwei-Zeiler aufgeteilt wird, eigentlich 50 Bilder pro Sekunde.
Wenn Sie viel mit Effekten arbeiten, ist das progressive Format wohl besser geeignet, da sie Verzerrungen bei schnellen Bewegungen im Bild besser vermeiden können.


 

8k (FL)

Der im Kinobereich angesiedelten 8K Auflösung wird eine Auflösung von rund 7680×4320
Pixeln zugesprochen. Einer 8-mal so großen Auflösung wie normales HD.

6k (FL)

Ist noch eher selten im Kamerabereich anzutreffen, umfasst aber eine Auflösung von rund 6144x3160 Pixeln.

4k (FL)
Das umgangssprachlich genannte Ultra-HD bezeichnet eine Videoauflösung von für gewöhnlich 3840x2160 Pixeln und wird derzeitig eher im Kinobereich angewendet.

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HD (EB&FL)

High Definition hat sich als Standardauflösung im Videobereich entwickelt. Diese hat eine Auflösung von 1920x1080 Pixeln.

SD

Unter der „Standard-Definition" wird normalerweise eine Auflösung von rund 720x576 Pixeln verstanden. Diese Auflösung entspricht dem alten Standard und wird im Verhältnis 4:3 dargestellt.

Seitenverhältnisse

16:9

Ist der Standard der Videobranche. Für gewöhnlich wird dieses Verhältnis jeder aktuellen Videokamera zugeschrieben. Dieses wirkt für das menschliche Auge durchaus natürlicher als das damalige Standardformat 4:3 und umfasst zudem einen größeren Bildbereich.

4:3

Entspricht dem alten Standard-Verhältnis und ähnelt eher einem quadratischen Format.
Es gibt noch weitaus mehr Formate - diese sind aber die bekanntesten.

frames per second

Unter „fps" versteht man frames per second, also Bilder pro Sekunde. Für gewöhnlich erkennt der Mensch zusammengehängte Bilder als Bewegung, wenn diese mindestens (rund) 24 aneinanderfolgende Bilder pro Sekunde zeigt.

Man unterscheidet zudem zwischen amerikanisch NTSC und deutschem PAL.
Mehr Bilder pro Sekunde als die Standard 25 Bilder eignen sich besonders gut für Zeitlupen.

MINDESTANFORDERUNG
In Deutschland gilt das PAL-Übertragungsformat. HD-Auflösung und 25 Bilder pro Sekunde sind Standard, die mindestens erfüllt werden sollten. Des Weiteren wäre es gut (aber nicht zwingend), wenn die Kamera eine progressive Aufnahmemöglichkeit hat. (Je nachdem wie man die Kamera einsetzt kann interlaced/progressive Aufnahme seine Vor- und Nachteile haben.)


 

OPTISCH (tw. EB)

Achten Sie auf den Zusätze wie „optisch" und „manuell". Digital heißt nicht immer gut.

  • Gerade im Bereich des Zooms sollte darauf geachtet werden, dass kein Digitalzoom sondern ein optischer Zoom Teil der Daten ist. Digitalzoom vergrößert das Bild künstlich und führt zu einer schlechten Bildqualität bei Vergrößerung.
  • Manuelle Einstellungsmöglichkeiten sollten im Bereich der Menüführung, wie z. B. Belichtung, Fokus und Weißabgleich gegeben sein. In schwierigen Lichtisituationen können Sie so manuell nachkorrigieren. Deshalb ist es wichtig, dass die Kamera manuelle Einstellungsmöglichkeiten unterstützt (gerne auch mechanisch).
    Diese Funktionen gibt es eher im höheren preisklassigen Preisbereich (ungefähr ab einer Preisklasse von 700€)
  • Ihre Kamera sollte einen optischen, keinen digitalen Bildstabilisator besitzen.

Chips

35mm (FL)
Diese Chips sind der Filmstandard (man unterscheide zum Fernsehstandard!). Ein 35mm Chip ermöglicht kinotaugliche, hochqualitative Aufnahmen und ist im höheren Preisbereich erhältlich.
Man beachte hierbei, dass auch einige DSLR Filmer mit einer Spiegelreflexkamera Aufnahmen für Reportagen oder Ähnliches machen. 35mm Chips werden also auch ab und zu in der EB verwendet.

16mm (EB)
Diese Chips sind durchaus bekannt in der Fernsehwelt. Auch Sie bieten eine gute Qualität und werden vor allem in Dokumentationen und Low-Budget-Filmen sowie im EB-
Bereich verwendet. Natürlich wurden früher auch andere Chips für FL verwendet. Wir beziehen uns hier auf den ungefähren heutigen Standard/Durchschnitt.

Anschlüsse

Bei geringwertigen Kameras ist die Erweiterungsmöglichkeit meist sehr gering, deshalb sollten Sie darauf achten, dass die Kamera Standardanschlüsse unterstützt.

Darunter fallen

  • Mikrofonanschluss (bestenfalls XLR, Standard in der Fernsehbranche) Alternativ: 3,5mm (häufigster Anschluss nach XLR) oder 6,5mm (seltener)
  • Monitorausgabeanschluss wie beispielsweise SDI (Standard in der Fernsehbranche) Alternativ: HDMI
  • Kopfhöreranschluss (für gewöhnlich 3,5mm oder 6,5mm)
  • Akkuanschluss (dieser sollte leicht erreichbar sein und auch trotz eines Stativs leicht erreichbar sein
  • Wenn Sie sich für eine Kamera mit wechselbaren Aufnahmemedium entscheiden, achten Sie darauf, dass die Kamera einen seitlichen oder einen Wechsel des Speichermediums von oben erlaubt, damit Sie keine Probleme mit dem Anschluss an ein Stativ haben. Achten Sie auch darauf, dass der Ladeanschluss entweder von oben oder von der Seite erreichbar ist.

Worauf Sie noch achten sollten

  • auf einen wechselbaren Akku (bestenfalls V-Mount - in der Fernehbranche üblicher Standard)
    Alternativ: Akku des Herstellers, bestenfalls kein intern verbauter Akku

Speichermedien

In der heutigen Welt gibt es immer mehr Speichermedien. Darunter sind

  • SD-Karten (als Wechselmedium) - Achten Sie auf eine hohe „Klasse" und eine hohe Schreibgeschwindigkeit der SD KarteSpeichermedien der Hersteller (bei professionellen Kameras durchaus üblich, z. B. für RED One(s))
  • P2-HD Karten (als Wechselmedium/Speichermedium)
  • SSDs (Wechselmedium/Speichermedium)
  • Band (alt, aber gut zum archivieren Wechselmedium/Speichermedium)
  • interne Festplatten (schlechte Sicherung, da nur schwer und nicht selbstständig zuwechseln als Speichermedium)

Zubehör

  • (hauptsächlich FL) Wechseloptiken
  • im Filmlookbereich wird häufig auf Wechseloptiken zurückgegriffen, die eine hoheLichtempfindlickeit erlauben (z. B. f1.5 - je niedriger desto lichtstärker, je lichtstärker desto höher ist der Unschärfegrad im Hintergrund eines Objekts) einen ND Filter verdunkelt, der Unschärfegrad im Hintergrund bleibt aber erhalten)
  • (FL)+(EB)
    Verlaufsfilter erlauben die Einfärbung eines Himmels, wenn dieser weiß und langweilig sein sollte, können Sie einen Blau-Verlaufsfilter auf Ihre Kamera bzw. das Objektiv auf der Kamera aufschrauben -> Himmel blau färben
  • Stativ und Stabilisierungssysteme (z.B. Glidecam, Steadycam, etc.) - wichtig für eine ruhige Kameraführung
  • Follow Focus zum optimalen führen der Schärfe optional
  • Schulter-Rig/Schulterstütze für den mobilen Einsatz einer Kamera mit Wechseloptik und Follow Focus
  • ND-Filter (beim Einsatz eines Lichtstarken Objektivs wird das Bild durch

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Alle Angaben beziehen sich auf Erfahrungswerte. Alle Angaben ohne Gewähr.

Letzte Änderung amFreitag, 07 November 2014 14:22
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